Home » 




Naschmarkt
Die Magie von Südengland
Veronika Lamprecht
13.08.2014

Diese Reise war etwas ganz besonderes für mich. 2 Wochen in einem magischen Land zu sein, ermöglicht nochmals tiefere Erfahrungen als kürzere Aufenthalte. Ich bin noch am Worte finden...

Flug ab Wien und Anreise von London nach Bath war leicht, auch Dank meines/unseres wunderbaren und linksverkehrerfahrenen freudigen Drivers. 

Das Ankommen in Bath läßt sofot eintauchen in helle fröhliche Energie. Die Stadt quillt über vor  erquickender verspielter Architektur und englischer Blütenpracht. Bezaubernde individuelle Geschäfte mit Leckereien für alle Sinne schmiegen sich zu einem Gesamtkunstwerk zusammen und formen enge und weite und wieder enge Gäßchen und Plätze. Hier geben StraßenmusikantInnen Konzerte: eine Opernsängerin trällert warme Lieder, der Gitarrist ist ein Vollprofi und der Saxophonspieler ein Star. Dazwischen murmelt der River Avon und springt über kleine Kaskaden, die an einen Kelch erinnern. Bath ist eine der schönsten englischen Städte, da kann man/frau hinschauen wo sie will. 

Die Gruppe trifft sich das erstemal, der rote Faden wird aufgenommen. Wir beginnen uns mit unseren Namen, Anliegen, Wesenkräften, der Gruppe und dem Land der Königin zu verbinden. Nach dem köstlichen Abendessen (ja, es gibt in England hervorragendes Essen!) schlendern wir  ins Zentrum der Kräfte: ins "Roman Bath", die Quellen der Sulis, die einzigen heißen Quellen Englands. Wir haben Zeit, unseren deutschsprachigen elektronischen Reiseführer und meine Recherchen und Erfahrungen. Wir wandeln durch dieses monumentale römische Museums-Thermalbad und - obwohl ich es bereits kenne - tauche immer weiter ins Stauen und in die Freude hinein. Durch geschickte Installationen und Filme gibt es immer wieder die Möglichkeit eine Zeitreise 2000 Jahre zurück zu erleben. Dazwischen Artefakte, die noch viel älter sind und auf den ursprünglichen Göttinnenkult der Sulis schließen lassen. Mich und uns interessiert vor allem die Quelle an sich. Der Ort, wo die heiße Quelle heute noch hochsprudelt. 

Am Weg dorthin gehen wir am im Dunklen liegenden "Überlaufbecken" vorbei: ein uralter Mauerbogen, aus dem rauschend das Wasser quillt und mit seiner Wärme den Raum mit Dampf erfüllt. Magisch, Kraftvoll. Urenergie. Kessel. Der "Abfluss" ist in Stein und Lehm gefaßt und mit einer Glasplatte abgedeckt, auf der wir gehen - ein Stück direkt mit dem Fluss.

Noch ein paar Treppen, vorbei am Hauptbecken ("dont touch the water!") und den römisch gekleideten AkteurInnen mit ihren Bastelinseln für Kinder kommen wir zum Ursprungsbecken.

Ein Blick über den Mauerrand - ins leise dampfende moosgrüne Wasser, das in der Mitte Bläschen wirft - ein Ausatmen und hinspüren und - SIE ist DA. Auch heute noch. Noch immer, obwohl ihre Kraft versucht wurde in ein Bassin samt Anlage "einzusperren", auf dass die Menschen darin bequem baden konnten. Obwohl diese Thermalanlage immer wieder verfiel und neu aufgebaut wurde. Obwohl die Quelle heute nicht mehr genutzt wird, sondern ein Museum geworden ist. Wir stehen auf einem Balkon über der Quelle und lassen uns von der Energie, die diese Räume erfüllt, hochziehen, ausdehnen, weiten, durchfluten. Ein Gefühl, als würde Sulis selber durch uns durchziehen und durchstrahlen.

Wir bleiben nur kurz, es ist zu intensiv. Beim Weitergehen halte ich noch inne vor der goldenen Büste von Sulis, die vor ca 100 Jahren unter Schutt und Erde gefunden wurde und jetzt hinter Sicherheitsglas ruht. Höre die Beschreibung des möglichen ursprünglichen Sulis-Verehrungsrituals, vertiefe mich in ihr Antlitz - und spüre das Strahlen, die Macht, die Urenergie aus der Tiefe des Kessels, der Quelle, des Schoßes. Dieser goldene Kopf strahlt noch immer und ich nehme dieses Geschenk glückselig und dankbar tief in mich auf.

Vorm Trinkbrunnen treffen wir uns, leuchten uns gegenseitig an, kosten das Heilwasser, füllen in unsere Fläschen ab und gehen shoppen. Der Museumshop verführt uns mit Englischen Honig- und Rosencremen, alles mit dem Wasser der Sulis gemacht und bio. Es ist längst dunkel geworden und der Hüter des Eingangstores wartet, dass er abschließen kann.

Beim Zurückgehen ins Hotel sprechen wir kaum, die Eindrücke brauchen Ruhe zum Einsinken und Verarbeiten. Das Zimmer erwartet uns mit Rosentapeten, hübschen Pölsterchen, stilvollen Möbeln und neuem Bad. Wer und welche fühlt sich heute nicht königlich???

Der zweite Tag in Bath beginnt mit Ausschlafen und mit einem typischen englischen Frühstück. Ein wacher Austausch über die gestrigen Erlebnisse und die nächtlichen Träume lassen uns gut in den neuen Tag starten. Heute ist der Circus, ein weiteres Energiezentrum der Stadt, am Besuchsplan. Und schon der Weg ist ein Ziel - es gibt soviele Besonderheiten in Bath, die wollen auch erzählt werden. Wir kommen am mächtigsten Baumkreis der Stadt an und stimmen uns mit Wyda-Übungen ein. Ja, ich hab mein altes Wissen aus der Geomantieausbildung wieder hervorgeholt und mit TEM Wissen aus dem Pesenbachtal/Mühlviertel aufgefrischt. Wyda sind die "Joga"-Übungen der DruidInnen, angeblich. Sie begleiten uns die gesamte Reise - und wir stellen alle fest, die einfachen Übungen wirken sowohl bei Männern als auch bei den Frauen sehr gut zentrierend, öffnend - je nach Haltung.

Fortsetzung  folgt.

Kommentieren  

 


_
A A A | print |   Newsletter   |  Impressum   |   Datenschutzerkärung   |   Nutzungsbedingungen   |  website by Tridolphin