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Naschmarkt
Geschichten aus dem Leben
Veronika Lamprecht
18.02.2010

Schlafe, soviel ich will. Fast immer. Wache ohne Wecker auf, weil ich meine Träume einlade, sich zu einem Ende zu träumen.  Weil diese Träume meine größten Energiequellen sind. Und der Körper soviel Schlaf kriegt, wie er und sie zur Regeneration braucht. Eigentlich arbeite ich am meisten in der Nacht. …

Sitze viel zu lange vorm Computer, mails und Homepage und Newsletter und Einladungen und Buchhaltung. Dazwischen koche ich vor Wut über vergangene Verletzungen und Verrat. Ich streite mit der Hausverwaltung für eine warme Wohnung. Dann geh ich tanzen und in den Kletterkurs. Und mit einer Freundin durch den Wienerwald. Bei Nebel.

Treffe alte Freund/innen, Ex-Kolleg/innen – und kann mein Glück kaum fassen: beständige Freundschaft und Liebe erfüllt mich in einer ganz besonderen Tiefe. Ich reise zwischen Innsbruck, Gunskirchen, Traunsee und Linz, Attersee, Schwanenstadt, Neuhofen und dem Nationalpark Gesäuse hin und her und hin - und finde überall offene Herzen, Türen und liebevoll bereitete Schlafplätze.  
Ach ja, Zürich, Berlin und Venedig nicht zu vergessen.

Ich erarbeite mit wunderbar feinen Liebespaaren ihre Hochzeitsrituale. Kalkuliere die Preise für die Gozo-Reise neu, recherchiere begeistert für Rügen und esse mein Müsli mit schwarzem Sesam, ein Stärkungsgruß an meine Milz, die Mutter aller Organe. Erfreue mich an der Zusammenarbeit mit Harald, einem der interessantesten Männer Wien´s für die Seminare im Kloster Pernegg. Lasse mich in Wien mit Lomi Lomi Massage verwöhnen (Andrea Böhm, boehmandrea@yahoo.com) und in Linz mit feinem Shiatsu bei Elisabeth. (Tel. 0732 662297)

Ärgere mich über das Verhalten meiner Mutter, bin saugrantig vor der Mensa, weil ich mir schon wieder zu viele Termine ausgemacht hab. Während und nach der Mensa fühl ich mich wie neugeboren und meine Mama ist eine einzigartige Persönlichkeit, so wie ich.

Fühle mich von Höhlen magisch angezogen, gerufen, und geh mit einer Freundin in den Bergen Wien´s auf Entdeckungsreise. Langsam erlauben sie mir einzutauchen in ihren Geschichten und Erfahrungen und Wünsche.
Feiere  mein Glück mit mir bei einem Glas Whisky und heißer Schokolade im Cafe Schloss Wilhelminenberg.
Laufe, springe, jauchze, tanze über die endlos weißen Felder des Machlandes, bis ich vor Erschöpfung und vibrierend voll kindlicher Lust, in den Schnee falle. Über mir die Sichelmondin.

Geh in die Premiere der Kinderoper „Die Gänsemagd", wo ich meiner Tochter nach der Vorstellung einen Blumenstrauß in ihre feinen kraftvollen Hände und einen Mutterkuss ins aufgeregt-gelöste Gesicht drücke – sie hat maßgeblich mitgestaltet. Ich bin stolz und strahlend wie eine überreife Tomate.

Wien unterstützt mich in meiner Arbeit, im Entfalten meiner Berufung, im Finden nährender Kontakte.  Sie ist eine großartige, vielfältige Begleiterin.
Das ausschließliche Leben in dieser Stadt ist ungesund für mich. Deshalb wünsch ich mir einen Landsitz. Mit vielen berührbaren Menschen rundherum. Bis ich das erschaffen hab und er mir zufällt, reise ich durch die Lande und erlebe so viele offene Arme, Herzen und Türen. Die Zigeunerin in mir feiert sich.

Bestelle nach langen Überlegungen dann doch den Pullover bei Hess Natur (www.hessnatur.com ) , obwohl andere Ausgaben irgendwie wichtiger erscheinen. Egal, das gönn ich mir heute.
Als Abschluss meiner Bestellung sagt die Dame am Telefon: „….ja, und außerdem haben Sie noch ein Guthaben von Euro 59 auf Ihrem Konto. Das ziehen Sie sich einfach vom Rechnungsbetrag ab." Mit den anderen Gutscheinen zusammen zahl ich dann für diesen hochwertigen wunderschönen Biobaumwolle-Pullover noch genau 10 Euro……

Ich nehme unfertige Gespräche, solche, die ich am liebsten meiden möchte, wieder auf um eine endgültige Klärung zu erreichen. Ich höre zu, nehme wahr, sag was ich spür, was meine Absicht und mein Wunsch ist – und alles ist gut. So wie es ist.
Und bei manchem warte ich noch auf den richtigen Zeitpunkt.

Hab ein Buch über die Urmütter Ägyptens entdeckt - "Was war vor den Pharaonen?" und spüre, wie alles in mir auf "Aufnahme" geht. Meine tiefste Begeisterung entfacht sich an matriarchalen Entdeckungen, an den ursprünglichsten Weisheiten unserer Menschheitsgeschichte. Darum liebe ich meine Reisen auch so, weil ich ÜBERALL Spuren urweiblichen Wissens entdecke! Und die mitreisenden Leute auch!!

Jetzt ist der Feber-Newsletter fertig.
Arbeit erledigt, jetzt kommt das Spiel.
Ich geh raus in den grauen Wintertag und bin offen für das, was HEUTE an Interessantem Erfrischendem auf mich zukommen will. Gemeinsam mit einer kostbaren Freundin.
Ja, das Leben ist voll kunterbunt und schön.

 

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