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Naschmarkt
Wetterphänomene Eismauna
Veronika Lamprecht
15.05.2014

Draussen toben die "Eisheiligen". "Eismauna" sagt meine Mama zu dieser Kältezeit, die jährlich Mitte Mai in Mitteleuropa regiert. Vor der kalten Sophal, also dem 15. Mai, dürfen auf keinen Fall empfindliche Pflanzen und Blumen ins Freie gebracht werden. Der Anthropologe Christian Rätsch schreibt in seinem Buch "Walpurgisnacht" von 9 Walpurgisnächten, die von den "Eisheiligen" abgeschlossen werden  - und in einigen europäischen Kulturen "Rauhnächte" genannt werden. Dabei sind die 9 Walpurgisnächte eine heilige Zeit, in der der Frühling hervorbricht. Und am Ende tanzen die "Hexen den Schnee weg". Als Kind war ich fasziniert, wie oft Mama´s Vorhersage eintraf. Später, als ich älter war und einen eigenen Garten hatte, hielt ich das eines Jahres für Humbug und setzte meine selbstgezogenen Tomaten-Pflänzchen Anfang Mai ins Freibeet. Schließlich hatte es Sommertemperaturen und Mama ist auch oft überängstlich, fand ich.
Mitte Mai begrub ich meine toten Tomantenpflänzchen auf dem Kompost und fragte ehrfürchtig meine Mama, ob sie noch welche übrig hat für mich.....

Noch mehr zu den Eisheiligen unter: www.bauernregeln.net/eisheilige.

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